Ein Relaunch verändert mehr als nur das Design
Ein Relaunch gehört zu den größten Veränderungen, die eine Website durchlaufen kann. Inhalte werden überarbeitet, Navigationsstrukturen verändert und häufig entsteht gleichzeitig eine komplett neue technische Basis.
Für Nutzer ist das im besten Fall eine deutliche Verbesserung. Für Suchmaschinen bedeutet ein Relaunch jedoch zunächst Veränderung. Besonders kritisch wird es, wenn bestehende URLs verschwinden oder wichtige Inhalte plötzlich unter neuen Adressen erreichbar sind.
Deshalb sollte SEO bereits in der Konzeptionsphase berücksichtigt werden.
Bestehende Rankings kennen
Vor dem Relaunch sollte zunächst dokumentiert werden, welche Seiten aktuell für organischen Traffic sorgen.
Dabei sind nicht nur die offensichtlich wichtigsten Landingpages relevant. Auch ältere Ratgeber, Referenzen oder Unterseiten können über Jahre gute Rankings aufgebaut haben.
Analysiert werden sollten unter anderem:
- bestehende URLs
- organische Einstiegsseiten
- wichtige Keywords
- interne Verlinkungen
- Meta-Daten
- Backlinks
Diese Daten bilden die Grundlage für die spätere Weiterleitungsstrategie.
Weiterleitungen sind entscheidend
Ändert sich eine URL, sollte die bisherige Adresse per 301-Weiterleitung auf die fachlich passendste neue Seite zeigen.
Eine pauschale Weiterleitung aller alten URLs auf die Startseite ist keine gute Lösung. Suchmaschinen und Nutzer sollten möglichst genau dort landen, wo der ursprüngliche Inhalt weiterhin zu finden ist.
Gerade bei umfangreichen Websites lohnt sich deshalb eine strukturierte Redirect-Liste.

Nach dem Go-live beginnt die Kontrolle
Mit der Veröffentlichung der neuen Website ist der SEO-Relaunch noch nicht abgeschlossen.
In den ersten Tagen und Wochen sollten Crawling-Fehler, Weiterleitungen, Indexierung und organischer Traffic regelmäßig kontrolliert werden. Dadurch lassen sich Probleme früh erkennen.
Besonders relevant sind:
- fehlerhafte 404-Seiten
- Weiterleitungsketten
- versehentlich gesetzte Noindex-Anweisungen
- fehlende Canonical-Tags
- veränderte interne Links
- nicht erreichbare Bilder oder Dokumente
Auch eine neue XML-Sitemap sollte nach dem Relaunch bereitgestellt werden.
Inhalte nicht unnötigverändern
Ein Relaunch verleitet schnell dazu, gleichzeitig sämtliche Texte neu zu schreiben. Das kann sinnvoll sein, erhöht aber auch die Anzahl der Variablen.
Gut rankende Inhalte sollten deshalb nicht ohne Grund vollständig ersetzt werden. Häufig ist eine gezielte Optimierung sinnvoller als ein kompletter Neustart.
Fazit
Ein Relaunch verleitet schnell dazu, gleichzeitig sämtliche Texte neu zu schreiben. Das kann sinnvoll sein, erhöht aber auch die Anzahl der Variablen.
Gut rankende Inhalte sollten deshalb nicht ohne Grund vollständig ersetzt werden. Häufig ist eine gezielte Optimierung sinnvoller als ein kompletter Neustart.
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